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Freistehende Wände

Unter freistehenden Wänden versteht man solche Wände, die weder seitlich durch Querwände oder Stützen noch oben durch anschliessende Decken oder Randbalken gehalten sind. Dies trifft z. B. für Stützmauern, Einfriedungen und Brüstungen zu.

Bei der Windlastannahme ist die Höhenlage der Bauteile über Gelände zu beachten. Die Einzel-wandlängen sollten 6 bis 8 m nicht über-schreiten.

Sollen freistehende Mauerwerkwände höher gemauert werden als nach der nachstehenden Tabelle, dann sind diese Wände durch eine vertikale Armierung (K VER) auszubilden.

Freistehende Wände müssen an der Mauerkrone gegen Regenwasser abgedeckt werden. Hierfür eignen sich Natursteinplatten, Mauerabdeckungen aus vorgefertigten Blechprofilen sowie Betonfertigteilen jeweils mit ausreichendem
Überstand und mit Wassernase.


Berechnung und Bemessung

 

Für die Berechnung sind die entsprechenden Werte der Windbelastung den sia-Normen zu entnehmen. In einfachen Fällen kann auch zur Vordimensionierung die nachfolgende Tabelle benützt werden.

Wanddicke
D [mm]
Zulässige Höhe H [m] ab
OK Terrain/Mauersockel
120 0.80*
145 1.10*
180 1.40
250 1.90

* mit K VER sind höhere Werte möglich