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Mauerwerk-Bewehrung

Verankerungen
Die äussere Schale muss zur Gewährleistung der Standsicherheit mit der Tragkonstruktion des Gebäudes - zum Beispiel der Innenschale - verbunden werden, denn sie unterliegt oft recht grossen Beanspruchungen. Die Verankerung muss so erfolgen, dass die Wandscheibe sich frei bewegen kann, um das Entstehen von Zwängs-spannungen infolge Längenänderungen aus Temperaturschwankungen zu verhindern. In der Regel werden die Anker in horizontalen Reihen in der ersten und zweiten Lagerfuge unterhalb der Decke oder in der Deckenstirn angeordnet. Entsprechend der Belastbarkeit des gewählten Ankertyps ist ein Ankerabstand von ca. 50 bis 75 cm erforderlich.

Ankertypen
Es sind verschiedene in der Praxis bewährte Anker gebräuchlich. Bei der Anwendung sind die einschlägigen Empfehlungen der verschiedenen Fabrikate sowie die Norm sia 266 zu beachten. Grundsätzlich gilt, dass auch die Verankerung der äusseren Schale durch den zuständigen Ingenieur festzulegen und im Fassadenplan anzugeben ist. Die Dimensionierung der Ankerabstände wird durch die Beanspruchung und die Tragfähigkeit des gewählten Ankertyps bestimmt.

Lagerfugenbewehrung
Bewehrungseinlagen zur Vergrös-serung der Tragfähigkeit und/oder zur Aufnahme von Zwängsspannungen können sowohl für die Innenschale als Teil der Tragkonstruktion wie auch für die Aussenschale zweckmässig sein. Insbesondere bei den Aussenschalen, welche durch Temperatur und andere Beanspruchungen belastet sind, kann die Rissesicherheit in vielen Fällen durch die zweckmässige Einlage einer Lagerfugenbewehrung sichergestellt werden.

Im Bereich der Fensterbrüstungen treten infolge der Querschnittverminderung Spannungskonzentrationen auf, die das Risserisiko entsprechend erhöhen. Fensterbrüstungen sind deshalb bei deutlicher Querschnittsverminderung mit einer Lagerfugenbewehrung konstruktiv zu verstärken.