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Hinterlüftete Vorhangfassade

Konstruktion

 

Fassadenverkleidung

  • Wetterschutz
  • Gestaltungselement
Unterkonstruktion
  • Holz
  • Metall
 

Kalksandstein-Mauerwerk

  • Wärmespeicher
  • Schallschutz
  • Tragfunktion


Luftschall: R'w ≥ 53 dB
 
Wärmedämmung 80 - 140 mm
  • Mineralfaser- oder Hartschaumplatten
U-Wert: 0.36-0.23 W/m2 K


Hinterlüftung ≥ 40 mm
Genügende Zu- und Abluftöffnungen
  Innenraumgestaltung:
  • Sichtmauerwerk
  • verputzt
  • geschlämmt
  • gestrichen
 

Aufbau

Auch bei der hinterlüfteten Fassade erweist sich der Kalksandstein in mehr als einer Hinsicht als idealer Hintergrund.

Kalksandstein-Wand
Hier schöpft der Kalksandstein seine ganzen Vorteile aus. Die Wärmespeicherung muss bei mehrschich-tigen Wandkonstruktionen von der Schicht der erwärmten Innenseite erbracht werden. Sie gleicht kurzzeitige Temperaturschwankungen aus (z. B. Heizungsunterbrechungen, Sonneneinstrahlung). Daher hat sich die hohe Speichermasse des Kalksandstein-Mauerwerks sehr gut bewährt. Dank der grossen Wandflächenmasse wird der Lärm absorbiert. Speziell bei vorgehängten Fassaden muss das Mauerwerk die Lasten der Verkleidung tragen. Als Untergrund für die Verankerung hat sich tragendes, massives Mauerwerk aus Kalksandsteinen bestens bewährt.

Wärmedämmschicht
Die Dämmschicht liegt direkt auf dem Kalksandstein-Mauerwerk. In der Regel verwendet man Mineralfaserplatten (Glas- oder Steinwolle) oder Hartschaumplatten (Polystyrol). Werden Dämmplatten unter eine Holzlattung verlegt, kann auf eine zusätzliche Sicherung verzichtet werden, weil diese Funktion von der Lattung übernommen wird. Beim Verlegen zwischen der Lattung genügt ein seitliches Anstecken von verzinkten Nägeln an der Lattung, um die mechanische Befestigung sicherzustellen.

Hinterlüftung
Im Luftraum der Hinterlüftung zirkuliert die Luft infolge thermischen Auftriebs und durch Windeinwirkung. Der Belüftungsspalt soll in der Regel - je nach Art der Verkleidung - mindestens 40 mm betragen. Eine genügende Belüftung wird im Sockel- und Dachbereich mit Zu- und Abluftquerschnitten von mindestens 100 cm/m2 (Norm sia 238) erreicht.

Unterkonstruktion
Hinterlüftete Fassaden können mit Holz- oder Metall-Unterkonstruktionen ausgeführt werden.

Für kleinformatige Verkleidungen wird vorwiegend Holz als Unterkonstruktion verwendet, da eine einfache, kreuzweise Lattung genügt. Das Holz ist vor dem Einbau mit einem Holzschutz zu behandeln.
Zur Verbindung der Verkleidungselemente mit der Unterkonstruktion und einzelner Teile der Unterkon-struktion miteinander müssen nichtrostende Verbindungsmittel verwendet werden.

Fassadenverkleidungen

Faserzementplatten, Holzverkleidungen, Glasfaserbeton, Metallbleche, Betonelemente, keramische Platten, Natursteinplatten usw.